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Die 80er Jahre

1980 wurde in Japan ein Spiel namens „Pac Man“ erfunden, in dem sich ein Smiley durch ein Labyrinth bewegt und unaufhörlich Punkte frisst. Es avancierte schnell zum bis dato beliebtesten Spiel aller Zeiten. Auch hier erschienen natürlich zahlreiche Klone und Varianten. Im selben Jahr wurde ebenfalls in Japan das Kultspiel „Donkey Kong“ entworfen, wo ein kleines heute weltberühmtes Männchen mit Schnauzbart und roter Mütze seinen ersten Auftritt als Superheld hatte.


1981 brachte IBM den ersten PC auf den Markt; ein für die Spieleindustrie wichtigerer Schritt war in dem Moment jedoch der C64, welcher ein Jahr später von Commodore auf den Markt gebracht wurde. Noch im Startjahr wurde er mehr als eine Million mal verkauft und wurde zum beliebtesten Heimcomputer Amerikas. Er wurde im Laufe der Jahre mehrmals verbessert. Die bekanntesten C64-Spiele waren u.a. „The Last Ninja“, „Skate or Die“, „Ghostbusters“, „The Great Giana Sisters“, „The Way of the Exploding Fist“ und „Maniac Mansion“.


Es entwickelten sich immer mehr technisch voneinander getrennte Arten von Spielen, die Spielkonsolen und die Computerspiele. Die technische Überlegenheit der Heimcomputer und die leichte Kopierbarkeit derer Spiele führte in der Mitte der Achtziger Jahre zu einem Crash auf dem Videospielemarkt, was durch eine Überschwemmung der Läden durch schlechte Spiele noch unterstützt wurde. Die erfolgreiche Zeit der Videokonsolen war deshalb fürs erste vorbei. Im Jahr 1984 wurden kaum noch Spiele verkauft. In Japan, wo Heimcomputer nicht so populär waren, gab es aber bald eine neue Hoffnung: die Firma Nintendo läutete 1985 mit seinem „NES“ eine neue Ära der Videospiele ein. Hier machten sich erstmals auch Kino-und TV-Helden wie „Terminator“ oder den „Simpsons“ einen Namen. Herausragend waren auch „Zelda“, „Dragon Quest“ und „Super Mario Bros.“.


Jedoch entwickelte auch Commodore neue Geräte, z.B. den Amiga, der ab 1986 in verschiedenen Varianten auf den Markt gebracht wurde. Der Amiga 500 war der erfolgreichste aus der Reihe, vor allem, weil er recht kostengünstig war. Auch das Spieleangebot war kaum zu schlagen. Berühmte Titel, wie „Defender of the Crown“, das Rennspiel „Lotus Esprit Turbo Challenge“, der abenteuerlustige „Rick Dangerous“, das Weltraumballerspiel „Turrican“, die Flippersimulationen „Pinball Dreams“ und „Pinball Fantasies“ verhalfen dem Amiga zu seinem großen Namen. Auch an Advanture-Spiele wie „The Secret of Monkey Island“ und dessen Nachfolger erinnern wir uns gerne zurück. Zu dieser Zeit erlebte das „Point & Klick-Adventure“ einen Boom, der mit den Abenteuern des berühmten Archäologen „Indiana Jones“ seinen Höhepunkt erreichte.


1989 war die Welt der Spielkonsolen wieder in Ordnung und so wagte sich auch ein weiterer japanischer Hersteller „Sega“ mit dem „Mega Drive“ auf dem Markt. Es hatte vor allem aus grafischer Sicht mehr zu bieten als die anderen Konsolen und hatte zudem eine sehr große Auswahl an Spielen. „Sonic the Hedgehog“, ein kleines Männchen mit blauen Haaren aus dem gleichnamigen Jump-and-Run Spiel wurde schnell zu dem Sega-Maskottchen überhaupt.


Einen Coup landete am Ende der Achtziger (1989) schließlich wieder Nintendo mit dem tragbaren „Game Boy“. Diese handliche Spielmaschine war handbetrieben und zunächst nur in Graustufen zu spielen. Das Spiel „Tetris“ war gleich beim Kauf mit dabei und ist heute noch einer der Spiel-Klassiker schlechthin. Weltweit wurden insgesamt über 1.200 Spielmodule produziert, das darunter bekannteste dürfte wohl „Super Mario Land“ gewesen sein. Der Game Boy ist eins der meist verkauften Spielgeräte überhaupt und wurde noch zehn Jahre später weiterentwickelt und grafisch aufgewertet.